Harsch und Unwirsch

Der junge Jürgen Weiler sitzt am Mittagstisch. Seine Mutter Astrid kritisiert sein Verhalten in letzter Zeit. Das Gespräch eskaliert und der Junge rennt wütend aus dem Haus in den nahgelegenen Wald.
30 Jahre später: Der nun erwachsene Jürgen fährt in einem geliehenen Auto zur Arbeit. Während der Fahrt ruft er seine Exfrau Katrin an und stellt diese aufgrund eines abgeworbenen Kunden zur Rede. Er wirft ihr vor dafür verantwortlich zu sein. Das Streitgespräch rutscht schnell in eine persönliche Ebene und eskaliert wieder.
Schließlich erreicht Jürgen die Tiefgarage seiner Firma, steigt aus und geht ins Büro. Währenddessen informiert ihn sein Automechaniker über Probleme bei der Reparatur seines Autos.
Im Büro angekommen wird er von seiner Assistentin Barbara Schmidt erwartet. Diese unterrichtet ihn über den aktuellen Stand des bevorstehenden Meetings und über einen vermeintlichen Betrug der Geschäftspartner Peters und Ecker, die bereits im Obergeschoss auf ihn warten. Zusammen gehen sie nach oben. Bevor das Meeting beginnt, zieht sich Jürgen für einen kurzen Moment der Ruhe auf die Toilette zurück. Diese Ruhe wird jäh von seinem Azubi Niklas unterbrochen.Kurz darauf beginnt das Meeting, in dem es um die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Firmen geht. Die Verhandlungen laufen anders als geplant. Schließlich konfrontiert Jürgen seinen Geschäftspartner mit dem nun offensichtlichen Betrug, woraufhin das Gespräch wieder einmal eskaliert und damit endet, dass Jürgen die Zusammenarbeit aufkündigt.
In diesem Moment klingelt sein Handy und er verlässt den Raum um in Ruhe zu telefonieren. Seine Exfrau fragt ihn, ob er sich an diesem Nachmittag kurzfristig Zeit für den gemeinsamen Sohn Ario nehmen kann. Genervt wimmelt er sie ab und kehrt sichtlich erschöpft zurück in das Meeting.
Dort erleidet er einen mentalen Zusammenbruch und erwacht plötzlich im Wald.
Verwirrt über die Situation sucht er einen Ausweg. Schließlich kommt er entkräftet an einer Stelle an, die ihn an Kindheitstage erinnern. Dadurch stellt er seine Lebensweise in Frage und erwacht wieder im Meeting. Sichtlich erleichtert vertagt er zur Überraschung aller das Meeting und verlässt den Raum.

Maximilian Hasenstab, Jonas Goldmann – Harsch und Unwirsch | 20:32
Hochschule: Hochschule RheinMain Wiesbaden