schmelzen

In dem Essaykurzfilm „schmelzen“ geht es darum, wie erlernte Muster aus der Kindheit später in der Adoleszenz Beziehungen beeinflussen. Die Grenzen, ab wann ein Verhalten als Gewalt wahrgenommen wird, sind individuell und abhängig von gemachten Erfahrungen.

Eine Frau und ein Mann sind an einem See und wollen sich vielleicht besser kennenlernen. Eine weibliche und eine männliche Stimme sprechen synchron über Narben, Empathie und Gleichgültigkeit.

Die Schauspieler*innen und die Regisseurin machen während den Dreharbeiten systemische Aufstellungen, um unterschiedliche Perspektiven einnehmen zu können.

Die Regisseurin und ihre Mutter pflücken Tomaten in einem Gewächshaus. Zu sehen sind die Lücken eines Gesprächs über Gewalt, welche die drei Töchter der Mutter in Paarbeziehungen erlebt haben. Dem Publikum werden von der weiblichen und männlichen Stimme Fragen zu Gewalt gestellt.

Die Szenen im Gewächshaus werden unterbrochen von der Frau und dem Mann, die auf einer großen Schaukel schaukeln. Der Blick der Zuschauenden wandert von einem Bildrand zum anderen, ähnlich der EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) Methode aus der Traumatherapie.

Zum Schluss wird aus den Tomaten blubbernde Soße gekocht.

Silke Körber – Schmelzen | 10:25
Hochschule: Kunsthochschule Kassel